Nordic Walking mit Hund: Die richtige Ausrüstung & weitere Voraussetzungen

4 Minuten | Thomas | Letztes Update: 28. August 2023

Regelmäßige Bewegung ist wichtig – das gilt gleichermaßen für Mensch und Tier. Was liegt für einen Hundebesitzer also näher, als Nordic Walking gemeinsam mit seinem Hund zu betreiben? Auf diese Weise verbringen Herrchen bzw. Frauchen und der Vierbeiner eine schöne Zeit zusammen und kommen in Bewegung.

Bevor Du unvorbereiteter Dinge losziehst, möchte ich Dir aber noch einige Tipps an die Hand geben, die Du vor Trainingsbeginn unbedingt im Hinterkopf behalten solltest: Welche spezielle Ausrüstung brauchst Du für Nordic Walking mit Hund und welche Grundvoraussetzungen muss Deine Fellnase dafür mitbringen? All das erfährst Du in diesem Artikel!

1. Voraussetzung: Die richtige Ausrüstung

Mit einer klassischen Hundeleine wirst Du beim Nordic Walking nicht weit kommen. Es funktioniert einfach nicht, eine klassische Hundeleine und die Nordic Walking Stöcke gleichzeitig zu führen, da beide Ausrüstungsteile Deine Hände beanspruchen.

Stattdessen benötigst Du spezielle Hundeleinen, die in erster Linie fürs Joggen konzipiert wurden und deshalb auch als Joggingleinen bezeichnet werden. Hier unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten von Hundeleinen:

  • 1. Bauchgurt mit Hundeleine: Diese Joggingleinen bzw. Laufleinen befestigst Du ungefähr auf Höhe Deines Bauchnabels. So bist Du sicher mit Deinem Hund verbunden, hast die Hände frei, aber wirst beim Zerren Deines Hundes kaum aus dem Rhythmus gebracht. Der Vorteil hier: Solche Bauchgurte bieten oftmals zusätzlichen Platz für Kotbeutel und Leckerlis.
  • 2. Hundeleine fürs Handgelenk: Als Alternative gibt es auch Hundeleinen, die Du an Deinem Handgelenk befestigst. Davon halte ich beim Nordic Walking aber nichts, da Du Deine Hand in einem relativ großen Radius bewegst. Ergo kann es passieren, dass Dich das Zerren Deines Vierbeiners aus dem Konzept bringt. Oder aber, Du zerrst bei der Rückwärtsbewegung selbst ständig an Deinem Hund.

Welche Hundeleine sich für Deinen speziellen Fall am besten eignet, hängt auch vom Verhalten Deines Hundes ab. Wenn er zum Beispiel nicht von Deiner Seite weicht, tut es vielleicht auch die Hundeleine fürs Handgelenk. Letztendlich musst Du ausprobieren, welche Leine für Dich und Deinen Vierbeiner am besten funktioniert. Ich empfehle die Variante mit dem Bauchgurt.

Hinweis: Wenn Du selbst Anfänger bist und Dich fragst, welche Ausrüstung Du abseits der Hundeleine auf Deine Tour mitnehmen solltest, empfehle ich Dir meinen Artikel über die richtige Ausrüstung und Kleidung beim Nordic Walking.

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Wäre Nordic Walking mit Hund ohne Leine nicht viel angenehmer?

Wenn Dein Hund immer und ohne Ausnahme auf Dich hört, kannst Du ihn theoretisch auch mal ohne Leine laufen lassen.

Aber: Hier kommt es natürlich immer darauf an, wo Du gerade walken möchtest. Bedenke, dass Dein Hund im Wald beispielsweise Kaninchen erspähen könnte. Aus diesem Grund besteht in vielen Wäldern ohnehin Leinenpflicht. An diese solltest Du Dich unbedingt halten.

Letztendlich kommt es also darauf an wie gut Dein Hund auf Dich hört, in welcher Region Du Dich befindest, welche Gesetze dort gelten und auch wie gut Du die Gegend selbst kennst. Aber ja: Ohne Leine wäre es natürlich angenehmer!

Wasser und Leckerlis nicht vergessen!

Übrigens: Vergiss nicht die Trinkflaschen für Dich und Deinen Hund! Auch Leckerlis können nicht schaden. Im Gegenteil: Sie können sogar dazu führen, dass Dein Hund noch mehr Lust auf die nächste Nordic Walking Tour bekommt – er weiß schließlich, dass es eine Belohnung gibt! Zum Trinken empfehle ich außerdem einen faltbaren Napf, der im Idealfall in eine Tasche Deiner Hundeleine passt.

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2. Voraussetzung: Das richtige Verhalten

Die Frage nach der richtigen Ausrüstung haben wir nun geklärt. Kommen wir zum deutlich komplizierteren Teil: Macht Dein Hund die Nordic Walking Tour überhaupt mit ohne Probleme zu machen?

Du kennst Deinen Hund mit Sicherheit am besten! Nichtsdestotrotz findest Du hier ein paar Tipps zum Umgang mit der Fellnase und den Nordic Walking Stöcken:

  • Grundgehorsam: Um ordentlich walken zu können, ist ein gewisser Grundgehorsam von Seiten Deines Hundes erforderlich. Du wirst keinen Spaß haben, wenn Dein Hund ständig versucht auszubrechen oder anderen Hunden oder Kaninchen hinterherjagen möchte. Er sollte auf Dich hören und in der gleichen Geschwindigkeit wie Du walken.
  • Hund an die Stöcke gewöhnen: Auf einen Hund kann es ganz schön bedrohlich wirken, wenn Du auf einmal mit zwei langen Nordic Walking Stöcken herumhantierst. Es kann daher sein, dass Du Deinen Hund erstmal an die Stöcke gewöhnen musst. Nimm sie einfach mal beim Gassi gehen mit und gewöhne Deinen Vierbeiner auf diese Weise langsam an den Anblick.
  • Blasenentleerung: Du solltest Deinem Hund vor der Trainingssession eine Möglichkeit geben, seine Blase zu entleeren. So habt ihr das Thema schon mal abgehakt, bevor der Druck plötzlich inmitten der Nordic Walking Tour kommt.

Gewöhnung ist alles bei Deinem Vierbeiner!

Bedenke, dass sich Dein Hund erst an diese neue Art der Bewegung gewöhnen muss. Eine neue Leine, die Nordic Walking Stöcke, eventuell eine andere Strecke als auf euren üblichen Gassi-Runden und auch ein anderes Verhalten Deinerseits. Das ist im ersten Moment alles neu für ihn!

Sei nicht enttäuscht, wenn zu Beginn nicht alles glatt läuft. Gib Deinem Hund ein wenig Zeit, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen.

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Du bist Anfänger und warst vorher noch nie in Deinem Leben Nordic Walken?

Wenn Du ein kompletter Anfänger im Bereich Nordic Walking bist, solltest Du die Technik erstmal alleine lernen und beherrschen, bevor Du mit Deiner Fellnase losziehst! Hier ein paar hilfreiche Lesetipps für Anfänger:

Alternative: Nordic Walking Kurse für Mensch und Tier

Es gibt immer mehr Hundeschulen, die Nordic Walking Kurse für Mensch und Tier als Duo anbieten. Diese eignen sich vor allem für Leute, die vorher noch gar keine Erfahrungen mit der Sportart Nordic Walking gesammelt haben.

Aber auch erfahrene Nordic Walker können bei einem solchen Kurs sicher einiges an Wissen und Erfahrung mitnehmen. Wenn in Deiner Nähe ein solcher Kurs stattfindet, hast Du eigentlich nichts zu verlieren – außer vielleicht ein paar Euros und ein paar Stunden eurer Zeit.

Du möchtest Nordic Walking mit Hund jetzt unbedingt selbst ausprobieren? Dann empfehle ich Dir die folgende Joggingleine für Deinen Vierbeiner:

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