Nordic Walking mit Hund: Outdoor-Vergnügen für Mensch und Tier

Nordic Walking mit Hund: Outdoor-Vergnügen für Mensch und Tier

Nordic Walking mit Hund: Mit der richtigen Leine wird die Walking-Tour zum Vergnügen für Mensch und Tier. (Quelle: Blazej Lyjak/shutterstock.com)

Regelmäßige Bewegung ist wichtig – das gilt gleichermaßen für Mensch und Tier. Was liegt da also näher als Nordic Walking mit Hund?

Bevor Du unvorbereitet losziehst, möchte ich Dir aber noch einige Tipps an die Hand geben, die Du vor Trainingsbeginn im Hinterkopf haben solltest. Braucht man eine spezielle Ausrüstung bei Nordic Walking mit Hund? Und macht der Hund da überhaupt mit?

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1. Voraussetzung: Die richtige Ausrüstung

Mit einer klassischen Hundeleine wirst Du beim Nordic Walking nicht weit kommen. Es funktioniert einfach nicht, die Hundeleine und die Nordic Walking Stöcke gleichzeitig zu führen.

Du benötigst stattdessen spezielle Hundeleinen, die in erster Linie fürs Joggen konzipiert wurden:

  • Bauchgurt mit Hundeleine
    Sogenannte Joggingleinen oder Laufleinen befestigst Du ungefähr auf Höhe Deines Bauchnabels. So bist Du sicher mit Deinem Hund verbunden, wirst beim Zerren des Hundes aber kaum aus dem Rhythmus gebracht.
  • Hundeleine fürs Handgelenk
    Als Alternative gibt es auch Hundeleinen, die Du an Deinem Handgelenk befestigst. Davon halte ich beim Nordic Walking aber nichts, da Du Deine Hand in einem relativ großen Radius bewegst. Ergo kann es passieren, dass Dich das Zerren Deines Vierbeiners aus dem Konzept bringt. Oder aber, Du zerrst bei der Rückwärtsbewegung selbst ständig am Hund.

Welche Hundeleine sich für Deinen speziellen Fall am besten eignet, hängt auch vom Verhalten Deines Hundes ab. Wenn er zum Beispiel nicht von Deiner Seite weicht, tut es vielleicht auch die Hundeleine fürs Handgelenk. Letztendlich musst Du ausprobieren, welche Leine für Dich und Deinen Vierbeiner am besten funktioniert. Ich empfehle die Variante mit dem Bauchgurt.

Wäre es ohne Leine nicht viel einfacher?

Wenn Dein Hund immer auf Dich hört, kannst Du ihn theoretisch auch mal ohne Leine laufen lassen.

Hier kommt es natürlich immer darauf an, wo Du gerade walken möchtest. Bedenke, dass Dein Hund im Wald beispielsweise Kaninchen erspähen könnte. Aus diesem Grund besteht in vielen Wäldern ohnehin Leinenpflicht. An diese solltest Du Dich unbedingt halten.

Verköstigung nicht vergessen!

Übrigens: Vergiss nicht die Trinkflaschen für Dich und Deinen Hund. Auch Leckerlis können nicht schaden. Im Gegenteil: Sie können sogar dazu führen, dass Dein Hund noch mehr Lust auf die nächste Nordic Walking Tour bekommt.

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2. Voraussetzung: Das richtige Verhalten

Wenn der Hund nicht mitmacht, kannst Du effektives Nordic Walking natürlich vergessen. Bevor Du losziehst, solltest Du daher Folgendes bedenken:

  • Grundgehorsam
    Um ordentlich walken zu können, ist ein gewisser Grundgehorsam von Seiten Deines Hundes erforderlich. Du wirst keinen Spaß haben, wenn Dein Hund ständig versucht auszubrechen oder anderen Hunden oder Kaninchen hinterherjagen möchte. Er sollte auf Dich hören und in der gleichen Geschwindigkeit wie Du walken.
  • Hund an die Stöcke gewöhnen
    Auf einen Hund kann es ganz schön bedrohlich wirken, wenn Du auf einmal mit langen Nordic Walking Stöcken herumhantierst. Es kann daher sein, dass Du Deinen Hund erstmal an die Stöcke gewöhnen musst. Nimm sie einfach mal beim Gassi gehen mit und gewöhne Deinen Vierbeiner so langsam an den Anblick.
  • Blasenentleerung
    Du solltest Deinem Hund vor der Trainingssession eine Möglichkeit geben, seine Blase zu entleeren.

Gewöhnungsphase

Bedenke, dass sich Dein Hund erst an diese neue Art der Bewegung gewöhnen muss. Eine neue Leine, die Nordic Walking Stöcke, eventuell eine andere Strecke und auch ein anderes Verhalten Deinerseits ist im ersten Moment alles neu.

Sei nicht enttäuscht, wenn zu Beginn nicht alles glatt läuft. Gib Deinem Hund ein wenig Zeit, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen.

Nordic Walking Kurse für Mensch und Tier

Es gibt immer mehr Hundeschulen, die Nordic Walking Kurse für Mensch und Tier anbieten. Diese eignen sich vor allem für Leute, die vorher noch gar keine Erfahrungen mit der Sportart Nordic Walking gesammelt haben.

Aber auch erfahrene Nordic Walker können bei einem solchen Kurs sicher einiges mitnehmen. Wenn in Deiner Nähe ein solcher Kurs stattfindet, hast Du eigentlich nichts zu verlieren – außer vielleicht ein paar Euros und ein paar Stunden eurer Zeit.

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Fazit: Nordic Walking mit Hund

Nordic Walking und Hunde passen wie die Faust aufs Auge. Zumindest dann, wenn Du die richtige Ausrüstung benutzt und Deinen Hund an die neue Art der Bewegung gewöhnt hast.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 29. Januar 2021 aktualisiert.
Wer schreibt hier?

Ich heiße Thomas und betreibe den Sport Nordic Walking mittlerweile seit über 5 Jahren. Du hast Fragen oder möchtest Kritik oder Feedback abgeben? Dann kontaktiere mich doch einfach über das Kontaktformular.